Turnen - Koordinationstraining

Kunstturnerische Fertigkeiten und Fähigkeiten sind für Hochsprunger/innen elementar. So einfache Übungen wie der Handstand, das Rad, Rondat oder nur schon schnelle Rollen gehören zum ABC und finden Anwendung insbesondere im Wintertraining. Zum einen forcieren wir damit das Training der Stabilität, zum anderen entwickeln wir erweitern wir damit das koordinative Repertoire unserer Athlet/innen. Wir haben in unseren Trainings bemerkt, dass viele Schüler/innen aber auch Jugendliche sehr grosse Mühe damit bekunden, ein Rad auf einer Linie zu schlagen. Meist ist dies auch einseitig entwickelt; auf einer Seite klappt alles meist ganz ordentlich. Sobald aber das Rad auf der anderen Körperseite zu schlagen ist, beginnen die grossen Probleme (angewinkelte Unterschenkel, in der Hüfte nicht gestreckt, nicht auf der Linie). Wir halten es in unseren Trainings so, dass im Winter jede Woche mindestens 1 Stunde für das Turnen eingeräumt wird.

Zu den Basics für Hochspringer/innen
gehört nun mal der Flicflac. Hier in ein-
facher Ausführung. Weiter unten werden
einige Vorübungen dazu gezeigt, die wir
zusammen mit Priska Glarner (mehrfache
Schweizermeisterin im Turnen) entwickelt
haben.

Zu den wichtigen ersten Vorübungen gehört
der Handstand samt anschliessendem sanften
Abrollen; d.h. zuerst in den Handstand in
leicher C-Position, mit der Hüfte in die Verlängerung
gehen. Danach leicht in den Oberarmen nachgeben
(einknicken), den Kopf einziehen und nach vorne-
unten abrollen.

Im Hochsprung orientieren wir uns entgegen der
Laufrichtung und müssen den unbedingten Willen auf-
bringen, uns - während wir die Höhe "erklimmen" - aktiv
und rasant nach hinten zu werfen respektive nach hinten
unten zu tauchen. Holm beispielsweise taucht über der
Latte in extremis nach hinten-unten, schaut über der Latte
auch nach unten auf die Matte. Eine der Übungen, die
dies unterstützen ist der Flicflac - hier als zweite Übung
der Backflic, der Rückwärtssalto. Auch hier ist wie beim
Flicflac explizit darauf zu achten, dass die Bewegungs-
auslösung ganz genau nach hinten geführt wird. Der Athlet/
die Athletin darf nicht zur Seite ausweichen!